Climate Action Award

Mit dem Climate Action Award zeichnet die Bundesjugendvertretung (BJV) 2021 erstmals junge Menschen und Jugendgruppen aus, die mit ihren Aktionen einen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten.

Der Award holt Jugendliche vor den Vorhang, um ihr Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen.

Die besten Projekte werden im Vorfeld der Preisverleihung in den Social Media Kanälen der BJV vorgestellt. Die Siegerprojekte werden dann im Rahmen des Klimajugendrats am Mi. 1. Dez. 2021 prämiert.

In diesen Kategorien konnten Projekte eingereicht werden:

Mit deinem Projekt setzt du dich dafür ein, dass klimapolitische Anliegen wahrgenommen und auf den Tischen der politischen Entscheidungsträger*innen landen. Endlich soll mal etwas nicht verkehrt laufen!

Du findest die Klimakrise ist immer noch nicht in Hintertupfing angekommen? Dein Projekt ändert das, denn du sprichst damit klimarelevante Themen in öffentlichkeitswirksamer Weise an.

Jetzt tut sich mal was! Denn du setzt ein klimaförderliches Projekt zum Thema Energie, Mobilität oder Konsum um.

Für dein besonderes Projekt passt keine der Kategorien? Macht nichts. Du kannst selbst eine Kategorie für den Projekt benennen.

Folgende Projekte sind für den Award nominiert:

  • Österreichische Jugendklimakonferenz – Local Conference of Youth (LCOY) Austria – CliMates Austria
    Von 6.-8.10.2020 konnten sich über 250 Jugendliche und junge Erwachsene bei einer Online-Veranstaltung über Klimathemen weiterbilden, austauschen und selbst aktiv werden. Die Teilnehmenden erhielten Wissen in Bezug auf Wirtschaft, Politik, persönliches Handeln und Gesellschaftsstrukturen sowie über die globale Klimakonferenz und die Rolle der EU und Österreichs im UNFCCC Prozess. Ziel war es, möglichst viele junge Leute zu erreichen und diese zu einem Umdenken zu bewegen.
  • Diverse Projekte – Fridays For Future Salzburg
    FFF Salzburg setzt sich für lokale und globale Klimagerechtigkeit ein und nähert sich diesem politischem Ziel durch Demos, Mahnwachen oder Gesprächen mit Politiker*innen. Beispiele für Aktionen sind Proteste gegen fossile Sponsoren der Festspiele, die mittlerweile nicht mehr zu zu den finanziellen Förderern dieser Kulturveranstaltung zählen. Momentan kämpft FFF Sbg gegen den Ausbau der Mönchsberggarage, ein zukunftsloses Projekt, das 30 Millionen verschlingt, die dringend für umweltfreundlichen Verkehr benötigt werden. Seit fast drei Jahren wird jeden Freitag demonstriert, davon fanden sieben Großdemos mit tausenden Teilnehmenden in Salzburg statt. Die gesamte Gesellschaft soll in den Diskurs miteinbezogen werden.
  • Leaders of Tomorrow Online Training – Pioneers of Change
    Das Training verbindet die Krisen unserer Zeit mit tiefgehenden Fragen des Lebensweges und will persönliche und (klima)politische Entfaltung verbinden. Über vier Wochen hinweg arbeiteten junge Menschen mit den Hauptfragen: Wo sind wir? Wer sind wir? Was ist jetzt möglich? Wohin gehen wir von hier? In mehr als zehn Live Calls übten die Teilnehmenden aktives Zuhören, bastelten Vision Boards für ihre klimagerechte Zukunft und vernetzten sich für gemeinsame Projektideen.
  • PET(S)-Parade – Jugendbotschafter*innen der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg
    Im Schulunterricht sollte das Thema Plastik und nachhaltiger Konsum thematisiert werden. Dabei bastelten Schüler*innen Tiere aus Plastikmüll und beschrieben in einem Text ihr Tier sowie ihre Gedanken zum nachhaltigen Konsum. Mit Plakaten, Texten und Liedern wurde auf die Problematik von Plastikflaschen in Schulen aufmerksam gemacht. Die Plastiktiere waren im Rahmen einer Umweltwoche am Dorfplatz Hittisau ausgestellt.
  • Future on Air – Friday For Future Austria
    Ziel des Radioprojekts ist es, die wichtigsten Themen der Klimakrise in einem passenden Format anzusprechen, da bei den Demonstrationen oft die Zeit für eine ausführlichere Betrachtung der Themen fehlt. Die Klimakrise soll im Alltag wieder präsenter sein und Fakten so aufbereitet werden, dass jede*r sie versteht. Wichtigste Regel ist „Listen to the science“. Dafür werden immer wieder Interviews mit Expert*innen geführt. Future on Air kann man in sechs Radios von Österreich hören und auf vielen Podcast-Plattformen!
  • Generation Talk Klimakrise! – Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast
    Seit März 2020 finden regelmäßig Generation Talks Klimakrise! in Arbogast statt. Dabei kommen Personen im Alter von 15-25 und über 55 Jahren zusammen, darunter Vertreter*innen von Umweltinitiativen im Land, aus Wirtschaft und Politik sowie Jugendliche und junge Erwachsene. Aus den Dialogabenden entwickelte sich die Initiative für den Bürger*innen-Rat Klima-Zukunft.
  • PAPE(R)ECORD – Volksschule 1 Gratkorn
    Das Projekt, das mitten in der
    Pandemie gestartet wurde, sollte das nicht nur das
    Gemeinschaftsgefühl stärken, sondern auch das Bewusstsein für Rohstoffe,
    Materialien, Natur und Klima schärfen: Es galt, gemeinsam die
    „längste Papierbaumkette der Welt“ zu gestalten. Für 50 eingereichte
    Papierbäume wird von den Schüler*innen ein echter Baum in einem
    Waldstück nahe Graz gepflanzt. Über 18.000
    verschiedene Papierbäume trafen aus 26 Ländern der Welt in Gratkorn ein! Deshalb werden bald 400 junge Bäume (mehr) für ein gutes Klima und
    neuen Lebens- und Erholungsraum sorgen.
  • Angarteln 2021 – ClickIn
    Jugendliche aus Gratwein-Straßengel pflanzten an drei Tagen in der Karwoche 2021 u.a. Blumenwiesen, Wildsträucherhecken, Gemüse- und Kräuterbeete im öffentlichen Raum. So wurde Biodiversität mit und für junge Menschen sichtbar gemacht. Jugendliche wurden aktiv am Prozess beteiligt, für dieses Thema sensibilisiert und wirken gleichzeitig in ihrem Umfeld auch als Influencer für das Thema Klimaschutz. Das Projekt wird stetig betreut und soll kontinuierlich ausgebaut werden.
  • Poetry Schlemm vom Netzwerk Generation Earth
    Ziel des Projekts war es, jungen Menschen die künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Foodwaste, Klima und Ernährung zu ermöglichen. Dies geschah in Form eines Poetry Slam Workshops. Um den Werken eine Bühne zu bieten wurde ein Live-Event (dem ausgebuchten Poetry Schlemm am 19.9.2020 im Spektakel Wien) organisiert. Die Poetry Slams wurden vor Ort gefilmt und danach auf Youtube veröffentlicht.
  • Leitfaden Nachhaltigkeit – Steirischer Landesjugendbeirat
    Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen erarbeiteten angelehnt an das Drei-Säulen-Prinzip der Nachhaltigkeit einen Leitfaden, wie Kinder- und Jugendorganisationen sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltiger handeln können. Zudem wurden Workshops und Exkursionen geplant. Aus der Arbeitsgruppe hat sich auch ein Projekt zur Gestaltung von Freiflächen im Rahmen von Jugendarbeit entwickelt. Der Leitfaden dient den Organisationen des Beirats seit Herbst 2020 als Kompass für eine nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit.
  • Eden für Jeden – Jugendrotkreuz Perg
    Der selbst angelegte und errichtete Garten „Eden für Jeden“ mit Bäumen, Anbauflächen, Hochbeeten, Sträuchern und Lehrrundgang dient nicht nur als umweltbewusstes Projekt mit großem nachhaltigen und ökologischen Nutzen sondern auch als „grünes Klassenzimmer“ für Vereine. Das erwirtschaftete Erntegut kommt dem lokalen Sozialmarkt zugute. So erhalten Menschen mit geringen Einkommen die Möglichkeit, günstig heimische und regionale Produkte zu erwerben. Der Garten ist öffentlich zugänglich und lädt auch zum Naschen ein.
  • „OAFACH DUSSA MACHA“ – Jugendzentrum Graf Hugo
    Gemeinsame Aktivitäten im Freien rückten die analoge Freizeitgestaltung der Jugendlichen wieder in den Fokus, förderten das handwerkliche Geschick und schafften Bewusstsein für einen bewussten Umgang mit begrenzten Ressourcen. Im Rahmen einer eigenen Müll-Kampagne „WASTEBUSTERS“ wurden Jugendliche zudem ermutigt, gemeinsam ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen.

Jury

Die nominierten Projekte wurden von Expert*innen aus den Bereichen Jugendarbeit und Klimapolitik ausgewählt:

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